Makrofotografie – Kleine Welt ganz groß

Makrofotografie und Focusstacking

Mit der Makrofotografie werden die kleinsten Dinge sichtbar und man bekommt oft einen ganz anderen Blick auf das Objekt, wie wenn es über die normale, alltägliche Wahrnehmung geschieht.
Das beste Beispiel hierfür sind Blumen. Es gibt wohl niemanden, der Blumen nicht schön finden würde. Ganz nah angesehen, offenbaren sie oft eine ganz neue Sicht. Details, die man vorher nicht wahrgenommen hat, sind plötzlich augenfällig.

Focusstacking – Vorgehen – Hardware

Mit der Technik Focusstacking erreicht man bei Makroaufnahmen eine durchgehende Schärfentiefe, die man mit normalen Makroobjektiven nicht darstellen kann.
Das Prinzip ist relativ einfach aber nicht in der Umsetzung, dafür braucht es dann doch zusätzliche Gerätschaften.
Die Kamera wird dabei mit einem Makroobjetiv oder mit einem Makroring zwischen dem Kameragehäuse und dem Objektiv versehen und auf einen Schlitten gespannt. Dieser wiederum wird von einem kleinen Stellmotor in Schritten von 0,2mm angetrieben, sodass nach jedem Schreit ein Einzelbild entsteht, das eine andere Region des Objekts scharf darstellt.
Umso höher die Vergrößerung des Objektivs ist, desto kleiner müssen die Schritte zwischen den Einzelaufnahmen sein, da der Schärfebereich mit zunehmender Vergrößerung immer kleiner wird.

Focusstacking – Software

Sind die Bilder aufgenommen, beginnt die eigentliche Arbeit mit dem Zusammensetzen der Einzelbilder zu einem Bild. Hierfür gibt es spezielle Software und Bildbearbeitungsprogramme.
Ein reines Focusstackingprogramm ist beispielsweise Helicon Focus. Die Software arbeitet sehr gut, ist aber in der Anschaffung nicht ganz billig.
Mein Favorit fürs Focusstacking ist Affinity Photo, da es ein komplettes Bildbearbeitungsprogramm ist, welches sich durchaus fast auf dem Niveau von Photoshop bewegt aber sehr günstig in der Anschaffung ist.

Kreative Effekte

Mit der Makrofotografie kann man recht kreative Dinge anstellen. Ich persönlich finde das absolut witzig und gelungen, was so mancher damit umsetzt. Zum Beispiel eine komplette Szenerie aus Modellen, bei der man erst auf einen zweiten und genauen Blick sieht, dass es sich um Modelle handelt.
Ich hab mich mal an einer Hyabusa versucht und finde das Bild eigentlich auch ganz witzig, obwohl es ein Plastikmodell ist. Bei richtigen Maßstabsnachbildungen aus Metall, ist es zu einem guten Teil nicht zu sehen, dass es sich um ein Modell handelt.

Makrofotografie Hyabusa Model 1:28
Makrofotografie Hyabusa Model 1:28

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